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Markasit, ein feuriger Stein Sonntag, 05. 02. 2012

Markasit

Sieht aus wie Scheisse, doch was drin ist, ist wichtig. Wie bei uns Menschen.



Markasit. Kristalle ein- und aufgewachsen, taflig, oft verwachsen, Zwillingsbildungen. Häufig von rostfarbener Verwitterungsrinde überzogen. Aggregate als Kristallgruppe oder derb strahlig, krustig, als Anflug. Versteinerungsmaterial pflanzlicher und tierischer Fossilien. Vorkommen auf Magnetkies-Lagerstätten, Erzgängen in Westfalen, Nordrhein-Westfalen, Oberschlesien/Polen, Brüx/Böhmen, Missouri/USA, Rügen, Champagne, Südküste Englands und in Calais/Frankreich. Zusammen mit Pyrit als Schwefelrohstoff genutzt.

Markasit



>>Markasit eignet sich wegen seiner massigen Stuktur besser zum Funkenschlagen als Pyrit. Pyrit ist kubisch aufgebaut und zerbröselt unter Druck und Schlag in seine Bestandteile. Eine leidige Erfahrung. Also besser Markasit. Markasit kann zerfallen und wandelt sich dabei in schweflige Säure und Schwefel um. Er oxydiert. Übrig bleibt nichts. Deswegen wird Markasit nicht oder nur sehr selten in den Lager- und Wohnplätzen der Steinzeit gefunden und fehlt als eindeutiger Anzeiger für ein Schlagfeuerzeug. Doch Ötzi (der Mann aus dem Eis) hatte Zunder mit Spuren von Markasit bei sich. >>Feuer

Noch mehr Markasit



Der beste Markasit für das Feuerschlagen ist der in Form einer Knolle: Nuß- bis kopfgrosse Konkretion mit radialstrahligen Aufbau. Man schlägt die Knolle (handliches Format) mit einem Meißel auf, ideal sind zwei Hälften. Die eine Hälfte wird für das Feuerschlagen vorbereitet, indem eine Rille oder Furche geschlagen wird. Das dauert eine Weile. Gute Schlagmarkasite können einem richtig ans Herz wachsen. Ein Verlust ist schmerzlich. Ich denke, ein solches Material war in der Steinzeit wertvoll, weil selten. Wieder stellt sich hier die Frage der Handelswege über weite Strecken in der damaligen Steinzeit. (Heutiger Handelsweg: Krantz, Rheinisches Mineralien-Kontor GmbH&Co.KG, Fraunhoferstr. 7, Tel. 0228/98865-0, email: info@krantz-online.de, www.krantz-online.de >>hier)

Blanc Nez
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Ich bin für dieses Material relativ weit gereist. An der französichen Kanalküste gibt es einen (geheimen) Ort, an welchem Knollen-Markasit in Mengen vorkommt. Dieser Ort, geheim und unscheinbar, wurde möglicherweise von unseren Vorfahren in der Steinzeit aufgesucht. Die benötigte Ware wurde entnommen und ins Hinterland gehandelt. Fast schon ein Monopol. Blumammu hat genug von diesem Rohstoff (für den Eigenbedarf), um das Bedürfnis nach Wärme zu befriedigen. Guter Stoff, gute Ware. Riechen Sie noch nichts?

Und sollten Sie den Ort gefunden haben und suchen dort ein nettes Plätzchen zur Unterkunft:

Chambres D'hôtes
Le Bord de mer
Mr et Mme Coutsiers
18 Résidence du Belvédère
62164 Ambleteuse
Côte d'Opale
0033 673083351
033 321872004
>> http://chambredhotebordemer.monsite.wanadoo.fr/
(Achtung: kein Email!!! und nur Französisch)

ca. 60 Euro mit Frühstück für 2 Personen

Kann ich wärmstens seit nun mehr acht Jahren empfehlen. Sehr gutes Essen, fast Familienanschluss und um die Ecke (10 min) ein Riesenstrand (nur zu Fuß erreichbar) mit Sanddünen und wunderschöne Feuersteine ohne Ende. Die Markasite liegen etwa 15 km von dort entfernt und warten auf Sie. Nach jeder Flut aufs Neue.



Hier ein Link zu einer sehr guten Webseite über das Thema Feuerstein und Pyrit für den Chemieunterricht in der Schule: >>Clickme



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