Hartmut Albrecht

Das Erklären geschichtlicher Zusammenhänge und der relevanten archäologischen Sachverhalte ist für Lehrpersonal mitunter recht aufwendig und zeitintensiv. Eine reale Vorführung kann einsichtiger und deutlicher sein als ein Foto oder die formale Erfassung im Rahmen eines Geschichtsunterrichts.

Die Rolle des "Vorführenden" erfordert spezielle Künste der Zunft. Auf der einen Seite der Wissende, auf der anderen Seite der Performancemensch, der dieses Wissen in Wort und Tat umsetzt und mit dem nötigen Tick vorführt. Wir leben aber in der Gegenwart, nicht in der Steinzeit. Doch sollten sich Vorführender und Klienten wie Steinzeitmenschen fühlen, ist dies erwünscht.

Hierbei setzt BLUMAMMU nicht ganz handelsübliche Vorgehensweisen an. Will sagen, der Zuschauer oder Beteiligte soll erstaunt, verfremdet oder sogar überrascht von dem Moment dessen sein, was da auf ihn zukommt. Das kommt einer Begegnung der dritten Art gleich, etwas, womit man nicht rechnet oder es einfach in dieser Art nicht kennt. Ohne den Event selbst, also die Authentizität, kommt dieser Satz nicht ganz rüber. Doch der Erfolg gibt BLUMAMMU recht. Sigmund Freud stuft eine Person als "authentisch" ein, wenn er oder sie sich in einer Balance zwischen Vernunft und Emotion befinden.

Hartmut Albrecht begann mit Feldbegehungen (Reliktaufnahmen im Umfeld Aachen) und erweiterte sein Wissen im Laufe von 14 Jahren soweit, dass er die Techniken der Steinzeit eigenständig und unter Anleitung von Archäologen oder anderen selbsternannten Experten erlernte.

Die Ursprünge der Firma STEINZEIT-PROJEKTE liegen bei dem deutschen Schriftsteller Karl May. Ein Besuch von Hartmut Albrecht bei den Mescalero-Apachen 1979 in ihrem Habitat in New Mexico/USA beendete zwar seine romantische Vorstellung über die Indianerwelt, doch blieb etwas hängen. Lieb gemeint und fest mit der deutschen Abenteuer-Literatur verbunden.


Besondere Kenntnisse und Eignungen

Ursprünglich Mediengestalter (Agenturen, Foto- und Print).

Davor lange als Rumpelstilzchen im Wald gelebt.

Ausbildereignungsprüfung bei der IHK Aachen.

Ausbildung zum diplomierten Waldführer im Haus Ternell/Belgien.

Jährliche Ausbildungskurse in Erster Hilfe beim Roten Kreuz.

Bescheinigung des Gesundheitsamtes zur Aufnahme einer Tätigkeit im Lebensmittelbereich. Versicherungsschutz durch Berufshaftpflichtversicherung.

Filmarbeiten mit National Geographic, ARTE, WDR, SWR und RTL und privaten Filmern.

Engagements in verschiedenen deutschen Museen, Freilichtmuseen und Kommunen.

Hartmut Albrecht spricht Französisch, Englisch, Spanisch und Katalanisch. Versteht Lëtzebuergisch und Flaams.

Von STEINZEIT-PROJEKTE benutztes Equipment wird von Hartmut Albrecht in Eigenregie hergestellt. Auf eine archäologische Reputation bzw. exakte Wiedergabe steinzeitlicher Relikte wurde keinen besonderen Wert gelegt. Die Idee und der gute Geist ist maßgebend. Nichtsdestotrotz wirken viele der Gegenstände nach jahrelangem Gebrauch sehr authentisch und sind oft nicht mehr von "echten" Sachen zu unterscheiden.

Durch die Tätigkeit im Bereich der Steinzeit erlangte Hartmut Albrecht profunde Kenntnisse in Holzbearbeitung, Feuersteinbearbeitung, gerben, nähen, Bogenschießen, Feuermachen, schnitzen, schlachten und Dinge in Wäldern suchen und diese auch finden. Keine besonderen Jagd-Kenntnisse, was gewissen Eliten in dem Gendre gerne herauskehren.

Aufnahme verschiedener neuer Projekte im Bereich der experimentellen Archäologie, wie Eisen schmelzen in Rennöfen, einen 2tägigen 75km-Marsch in voller römischer Infanterie-Rüstung, Messing aus Kupfer und Zink legieren, römische Backöfen in Stolberg und Bergkamen (Legionslager Oberaden) gebaut. Atuatuca gefunden und verloren.

In seinem nächsten Leben würde Hartmut Albrecht gerne Franzose werden, der sich wünscht, in dessen nächstem Leben Deutscher zu werden.

Hobbyarchäologen versus Berufsarchäologen

Sogenannte "Hobbyarchäologen" sind Personen, die eigentlich anderen Berufszweigen nachgehen oder ihren Lebensunterhalt auf artfremder Grundlage bestreiten und sich nur nebenbei in diesem Genre engagieren. Sie werden auch als "Amateure" oder "Dilettanten" bezeichnet und erlangen dabei ein Nebeneinkommen (Raubgräber, Antiquitätenhändler) oder leben pseudowissenschaftliche Phantasien aus, die sie in ihrem "normalen" Leben nicht ausleben können. Desweiteren tummeln sich Lokalpatrioten, Geschichtsvereinler, Reenactment Gruppler, Experten, Sammler und Autoren auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten. Anders gelagerte Motivationen finden sich jeweils in den sozialen Randgruppen, wie Ehrenamtler, Trachtengruppler oder Heimatforscher, wobei der Übergang oft fließend ist. Eine besondere Gruppe sind die Esotheriker, welche jeder Beschreibung spotten. Die illegal Tätigen machen einen Großteil der aktiven Hobbyarchäologen aus. Meist verstehen sich diese Individuen weder als Raubgräber noch als Hehler oder gar illegale Sondengänger. Unter diesem Personenkreis finden sich Angestellte, Beamte, Selbständige, aber auch Arbeitslose oder Hartz4-Empfänger, welche die Hobbyarchäologie ausüben, um sich wirtschaftlich abzusichern, bis sich ihre persönliche und/oder finanzielle Situation wieder erholt bzw. stabilisiert hat. Darüber hinaus finden sich hier oft Asylbewerber, geduldete Flüchtlinge und Wirtschaftsflüchtlinge, welche teils keine Sozialhilfe oder andere (regelmäßige) finanzielle Unterstützungen beziehen, sondern ihren Lebensunterhalt durch Sachleistungen, Betteln, Gelegenheitsjobs oder Kleinkriminalität etc. bestreiten, und die Hobbyarchäologie meist nur von Zeit zu Zeit ausüben. Bedingt durch die rechtliche Situation ist dabei der Übergang zur sogenannten Beschaffungsarchäologie in bestimmten Ländern der EU fließend. Das Tragen von Baseball- und/oder Militärcappies ist für alle Hobbyarchäologen durch die Bank typisch und stellt ein ständlerisches "Muss" dar, ähnlich wie die "Kutte" bei Motorrad-Gangs.

Demgegenüber stehen die etablierten Archäologen als Berufswissenschaftler. Die relative junge Wissenschaft der Archäologie (seit ca. 1890) hat sich aus ehemaligen Hobbyarchäologen herausgebildet. Archäologen üben ihr Handwerk legal aus und verlangen Geld dafür, vom Staat akzeptiert und teilweise tun sie dies ohne ideellen Hintergrund. Sie nennen sich gerne die "Wissenschaft des Spatens" und haben ihr soziales Umfeld streng nach Hierarchien aufgebaut, welche sie vehement verteidigen und ausbauen. Diese exponierte Stellung gründet auf einem oder mehreren Studiengängen, erlernte Sprachen und die eine oder andere Doktorarbeit bis hin zu Professur plus einer erhofften Festanstellung/Planstelle. Institutionen, wie beispielsweise an Museen, Landesverbänden, übergeordneten Firmen oder gar Kommunen. Dies bietet aufgrund der prekären Situation am Arbeitsmarkt ein sehr eingeschränktes Betätigungsfeld. Ein Teil dieser teils endemischen Gruppen forscht, der sehr größere Anteil leistet Erhaltungsarbeit, nicht im Gelände, mehr am Schreibtisch. Berufsarchäologen dulden normale Hobbyarchäologen zwar, sehen diese aber als lästig an, bzw. als läppische Variante ihres Egos.

Führende Persönlichkeiten unter den etablierten Archäologen (und solche, die sich dafür halten) tragen oft exorbitante Kopfbedeckungen wenn sie sich im Gelände aufhalten und laufende Kameras in der Nähe sind. Dies können australische Outdoor-Hüte, Turbane oder Strohhüte sein, aber nie, nie Baseballkappen. Im Büro oder auf offiziellen Empfängen tragen Archäologen keine Kopfbedeckungen, dafür reden sie dann permanent von sensationell wichtigen Funden (natürlich die eigenen) und wie wichtig alles ist (nur für sie) und das die Geschichte nun neu geschrieben werden muss (nämlich ihre eigene).

Fazit: Hobbyarchäologen sind keine Archäologen, würden dies aber gerne darstellen. Ein Hobbyarzt ist kein Arzt. Hobbyarchäologen und Hobbyärzte könnten entsetzliche Schäden anrichten, ließe man sie ernsthaft auf die Menschheit los (hier auch Hobby-Politiker). Somit ist "Hobbyarchäologe" eher eine eher geringschätzende Betitelung für eine Randgruppe, bzw. eine Erfindung der Medien zum Zweck der Überbrückung öder Sommerlöcher, doch alles in allem lieb gemeint. Berufsarchäologen sind ausführende Organe des Staates, wenn es um die Erhaltung, Dokumentierung und Erforschung geschichtlicher Funde geht, nicht unbedingt deren Entdeckung. Hobbyarchäologen kommen in die Zeitung, Berufsarchäologen in die ganze Welt.